
Newsletter bestellen
Gib deine E-Mail Adresse ein um den Newsletter zu bestellen

Gib deine E-Mail Adresse ein um den Newsletter zu bestellen


Vitamin B3, auch bekannt als Niacin, gehört zu den wichtigsten Vitaminen des menschlichen Energiestoffwechsels. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Energieproduktion in den Zellen, der DNA-Reparatur, dem Schutz vor oxidativem Stress und der Gesunderhaltung von Nerven, Haut, Muskeln und Gelenken.
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Niacin nicht nur für Herz und Gehirn wichtig ist, sondern auch eine bedeutende Rolle bei Arthrose und Entzündungen der Gelenke spielt. Der folgende Artikel erklärt die Zusammenhänge zwischen Vitamin B3, Zellenergie und Gelenkgesundheit – wissenschaftlich fundiert und einfach verständlich.
Vitamin B3 ist der Sammelbegriff für zwei verwandte Substanzen:
Nicotinsäure
Nicotinamid (Niacinamid)
Beide werden im Körper zu NAD⁺ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) und NADP⁺ umgewandelt – Moleküle, die für mehr als 400 biochemische Reaktionen notwendig sind.
Sie bilden die Grundlage für:
Energieproduktion (ATP-Bildung in den Mitochondrien)
Zellreparatur und Wachstum
Regulierung von Entzündungen
Aufbau gesunder Knorpelzellen
Schutz vor oxidativem Stress
Ein Mangel an Vitamin B3 kann zu Müdigkeit, Hautproblemen, Entzündungen und degenerativen Veränderungen im Bewegungsapparat führen.
Niacin wird im Körper zur Bildung von NAD⁺ genutzt, das wiederum essenziell ist für alle Energieprozesse.
Ohne NAD⁺ können Zellen keine Energie mehr bereitstellen – ein Prozess, der bei Arthrose besonders wichtig ist, da Gelenkknorpelgewebe sehr energieabhängig arbeitet.
Wichtige Funktionen:
Unterstützung des Energiestoffwechsels in Muskel- und Knorpelzellen
Aktivierung von DNA-Reparaturenzymen (PARP)
Reduktion oxidativer Schäden in Gelenkstrukturen
Hemmung entzündlicher Signalwege (z. B. NF-κB)
Förderung der Regeneration von Chondrozyten (Knorpelzellen)
NAD⁺ dient also als „Zellwährung“ – je höher der NAD⁺-Spiegel, desto besser können sich Gelenkzellen vor Stress, Entzündung und Abbau schützen.
Niacinamid hat sich in Studien als vielversprechender Ansatz gegen Arthrose und andere degenerative Gelenkerkrankungen gezeigt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Schmerzmitteln greift Niacin nicht nur in die Symptomregulation ein, sondern unterstützt direkt die biochemischen Prozesse in Knorpelzellen.
Wirkmechanismen bei Arthrose:
Verminderung entzündlicher Botenstoffe (TNF-α, IL-6)
Verbesserung der Mitochondrienfunktion in Gelenkzellen
Stimulierung der Kollagensynthese
Abbau oxidativer Schäden im Gelenk
Erhöhung der NAD⁺-abhängigen Sirtuinaktivität, die Knorpelabbau bremst
Eine Untersuchung von Jonas et al. (1996) zeigte, dass Patienten mit Arthrose, die 3 g Niacinamid täglich einnahmen, eine signifikante Verbesserung der Beweglichkeit und eine Reduktion der Gelenkschmerzen erfuhren. Gleichzeitig konnten sie ihre Schmerzmittel reduzieren
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8877723/.
Vitamin B3 ist unentbehrlich für die Umwandlung von Nährstoffen in Energie.
Es steigert die ATP-Produktion in den Mitochondrien und wirkt damit indirekt auch auf die Gelenkversorgung.
Ein gesunder Energiestoffwechsel ist für Knorpelzellen besonders wichtig, da sie über keine Blutgefäße versorgt werden und deshalb eine effiziente Energieproduktion aus Glukose und Fettsäuren benötigen.
Ein stabiler NAD⁺-Spiegel durch ausreichendes Niacin:
verbessert die Zellatmung,
reduziert Abbauprozesse,
fördert die Selbstheilung und
stabilisiert die Gelenkfunktion langfristig.
Entzündungen sind einer der Hauptfaktoren bei Arthrose.
Niacinamid hemmt die Aktivität von NF-κB, einem Transkriptionsfaktor, der für die Ausschüttung von Entzündungsmediatoren verantwortlich ist.
Dadurch wird die Bildung von entzündungsfördernden Zytokinen wie TNF-α und IL-1β reduziert.
Gleichzeitig stabilisiert Niacin den oxidativen Gleichgewichtszustand der Zelle, wodurch weniger freie Radikale im Gelenkgewebe entstehen.
Studien deuten darauf hin, dass Niacin auch die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) im Knorpel moduliert – ein Prozess, der mit Gelenkentzündungen in Zusammenhang steht
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15231059/.
Bei chronischen Gelenkbeschwerden kommt es oft zu einer Muskelschwäche rund um die betroffenen Gelenke.
Vitamin B3 kann hier indirekt helfen, indem es:
die Energieversorgung der Muskelzellen verbessert,
die Regeneration nach Belastung beschleunigt,
und die Bildung von Mitochondrien (Mitohormese) anregt.
In Kombination mit Bewegung und gezieltem Training kann Niacin somit den Gelenkstoffwechsel ganzheitlich unterstützen.
Niacinamid reduziert Arthroseschmerzen
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8877723/
72 Patienten mit Arthrose erhielten 3 g Niacinamid täglich über 12 Wochen.
Ergebnis: Reduzierter Schmerzmittelbedarf, verbesserte Beweglichkeit, weniger Gelenksteifheit.
Entzündungshemmende Wirkung über NAD⁺-Signalwege
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15231059/
Niacinamid moduliert NO-Synthese und reduziert oxidative Gelenkentzündung.
Niacin und Zellenergie
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30044938/
NAD⁺-Vorstufen verbessern die mitochondriale Funktion – wichtig für Knorpelzellen.
Niacinamid bei chronischen Entzündungen
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31156879/
Hemmung von NF-κB und entzündungshemmende Wirkung bei Gelenkentzündungen.
| Zweck / Anwendungsgebiet | Empfohlene Dosierung | Empfohlene Form |
|---|---|---|
| Grundversorgung (Erhaltungsdosis) | 16–20 mg pro Tag | Niacin oder Niacinamid |
| Arthrose und Gelenkentzündung | 500–1.000 mg pro Tag | Niacinamid |
| Entzündungshemmung / Gelenkschutz | 250–500 mg, 2× täglich | Niacinamid |
| Anti-Aging / NAD⁺-Optimierung | 250–500 mg pro Tag | NR oder NMN |