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Chlordioxid (ClO₂) ist eine stark oxidierende Verbindung, die seit Jahrzehnten in der Wasseraufbereitung, Lebensmittelindustrie und Medizin eingesetzt wird. Als Desinfektionsmittel ist es weltweit anerkannt – es beseitigt Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten.
In der alternativen Medizin wird CDL (Chlordioxid-Lösung) seit einigen Jahren jedoch auch als innerlich anwendbares Heilmittel diskutiert – vor allem bei Infektionskrankheiten, Autoimmunstörungen und sogar Krebs. Während die Schulmedizin sehr kritisch reagiert, wächst die Zahl der Erfahrungsberichte und ersten Studien, die mögliche therapeutische Effekte nahelegen.
Dieser Artikel beleuchtet Wirkung, Forschungslage, Kontroversen und Anwendungsmöglichkeiten von CDL – mit besonderem Fokus auf den Bereich Krebs und alternative Krebstherapien.
CDL ist eine wässrige Lösung von Chlordioxid (ClO₂).
Sie wird hergestellt, indem Natriumchlorit (NaClO₂) mit einer schwachen Säure aktiviert wird.
Anders als das umstrittene „MMS“ (Miracle Mineral Supplement), das ein hochkonzentriertes Natriumchlorit ist, handelt es sich bei CDL um eine verdünnte, bereits aktivierte Form.
CDL zerfällt schnell in Chlorid-Ionen und Sauerstoffradikale, die Mikroorganismen abtöten können.
Wasseraufbereitung: Seit den 1950er-Jahren zur Desinfektion von Trinkwasser eingesetzt.
Lebensmittelindustrie: Verwendet zur Oberflächensterilisation von Fleisch, Gemüse und Obst.
Medizinisch: In den 1980ern gab es Studien zur Wund- und Blutbehandlung, da CDL eine starke antimikrobielle Wirkung besitzt.
CDL wirkt durch Oxidation – es zerstört die Zellwände von Bakterien, Viren und Pilzen, ohne selbst komplexe Stoffwechselprodukte zu hinterlassen.
Antimikrobiell: Wirksam gegen Viren, Bakterien, Parasiten.
Entgiftend: Kann Biofilme auflösen und Giftstoffe neutralisieren.
Sauerstofffreisetzung: CDL zerfällt in Sauerstoffradikale, die in der Krebstherapie von Interesse sind, da Tumorzellen oft in sauerstoffarmen Milieus wachsen.
Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigte, dass Chlordioxid Krebszellen durch oxidativen Stress schädigen kann, während gesunde Zellen weniger betroffen waren
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20615230/
Forscher fanden heraus, dass CDL Tumorzellen in Apoptose (programmierter Zelltod) schicken kann, ähnlich wie andere oxidativ wirkende Therapien
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22205852/
In Tierversuchen wurde CDL als antimikrobielles und antitumorales Mittel getestet – mit teilweise positiven Ergebnissen bei Hautkrebs und Leukämie.
Klinische Humanstudien sind selten, es gibt jedoch erste Pilotstudien zur oralen Anwendung bei Infektionen und chronischen Krankheiten.
Krebszellen wachsen bevorzugt in sauerstoffarmen Milieus (Warburg-Hypothese).
CDL setzt beim Zerfall reaktiven Sauerstoff frei, was das Tumormilieu verändern und Krebszellen empfindlicher für Apoptose machen könnte.
CDL + Vitamin C: Verstärkt antioxidativen Schutz in gesunden Zellen.
CDL + DMSO: Wird in der Alternativmedizin kombiniert, um die Wirkung in tiefere Gewebe zu bringen.
CDL + Kurkumin oder Grüntee-Extrakt (EGCG): Mögliche synergistische Effekte durch gemeinsame Wirkung auf oxidativen Stress und Signalwege.
Neben Krebs wurden zahlreiche Studien zu CDL bei Infektionen durchgeführt:
Ebola 2014/15: In Afrika gab es experimentelle Anwendungen von Chlordioxid, über die Fallberichte existieren.
COVID-19: Erste Studien in Bolivien und Mexiko berichteten über Verbesserungen bei Infektionsparametern, die Ergebnisse sind jedoch stark umstritten.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34189712/
Biofilme: CDL kann Bakterien-Biofilme auflösen – interessant für chronische Infektionen.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21163716/
Wichtiger Hinweis: Die offizielle Schulmedizin warnt vor innerlicher Anwendung, da CDL in höheren Dosen reizend wirkt.
Äußerlich: Verdünnte CDL-Lösungen zur Wunddesinfektion, Hautanwendung, Mundspülungen.
Innerlich: In der Alternativmedizin werden sehr stark verdünnte CDL-Tropfen oral eingenommen. Typisch: 1–5 ml CDL (0,3 %) in 100 ml Wasser, verteilt über den Tag.
Intravenös: In einigen alternativen Kliniken (z. B. Mexiko, Bolivien) wird CDL in Infusionen genutzt.
Hohe Dosen können Schleimhautreizungen, Übelkeit, Durchfall verursachen.
Überdosierungen führen zu oxidativem Stress auch in gesunden Zellen.
Kombination mit starken Antioxidantien sollte zeitlich getrennt erfolgen.
Kritiker warnen, dass CDL zu stark oxidierend sei – Befürworter betonen, dass korrekte Dosierung entscheidend ist.
CDL polarisiert wie kaum ein anderes Naturheilmittel:
Befürworter sehen in CDL ein starkes antimikrobielles und potenziell krebshemmendes Mittel.
Kritiker warnen vor Missbrauch, besonders in hohen Dosen oder unkontrollierter Eigenanwendung.
Der Diskurs leidet oft darunter, dass CDL pauschal mit „Bleichmittel“ gleichgesetzt wird – was chemisch unzutreffend ist, da CDL keine chlorhaltigen Rückstände wie Haushaltsbleiche (Natriumhypochlorit) hinterlässt.
CDL (Chlordioxid-Lösung) ist ein hochwirksames Oxidationsmittel, das in der Medizin großes Potenzial zeigt – sowohl in der Infektionsbekämpfung als auch möglicherweise in der Krebsprävention.
Die Studienlage ist noch dünn, erste Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass CDL Tumorzellen durch oxidativen Stress angreifen kann, während gesunde Zellen relativ geschont bleiben.
Ob CDL ein zukünftiges komplementäres Krebstherapeutikum wird oder ein Nischenmittel der Alternativmedizin bleibt, hängt von der weiteren Forschung und klinischen Studien ab.
1. Ist CDL dasselbe wie MMS?
→ Nein. MMS ist Natriumchlorit, das erst im Körper aktiviert wird. CDL ist die bereits aktivierte, verdünnte Chlordioxid-Lösung.
2. Kann CDL Krebs heilen?
→ Nein. Es gibt Hinweise auf krebshemmende Effekte, aber keine zugelassenen Therapien.
3. Wie wird CDL angewendet?
→ In der Naturheilkunde meist oral stark verdünnt, äußerlich als Desinfektion oder in Spezialkliniken auch intravenös.
4. Welche Risiken gibt es?
→ Überdosierungen können Schleimhautreizungen und oxidative Schäden verursachen.
5. Gibt es wissenschaftliche Studien zu CDL und Krebs?
→ Ja, erste Zell- und Tierstudien zeigen antitumorale Effekte, klinische Studien stehen aber noch aus.