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Kohl ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ob Weißkohl, Rotkohl, Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl oder Brokkoli – die Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) spielt nicht nur in der Ernährung, sondern auch in der traditionellen und modernen Medizin eine bedeutende Rolle. Kohl wurde bereits in der Antike von den Griechen und Römern als Heilpflanze genutzt. Heute rückt er zunehmend in den Fokus der Forschung, insbesondere aufgrund seiner sekundären Pflanzenstoffe, die eine mögliche Schutzwirkung vor Krebs, Entzündungen und degenerativen Erkrankungen haben.
Kohl ist reich an:
Vitamine: Vitamin C, Vitamin K, Vitamin A (Beta-Carotin), Folsäure
Mineralien: Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen
Ballaststoffe: fördern Verdauung und Darmgesundheit
Sekundäre Pflanzenstoffe: Besonders Glucosinolate und ihre Abbauprodukte (z. B. Sulforaphan, Indol-3-Carbinol)
Diese Stoffe machen Kohl zu einem funktionellen Lebensmittel, das weit über die reine Nährstoffversorgung hinausgeht.
Sulforaphan aus Brokkoli und Grünkohl gilt als einer der stärksten bekannten natürlichen Krebshemmer.
Es aktiviert entgiftende Enzyme, fördert die Apoptose (programmierter Zelltod) von Krebszellen und hemmt Metastasenbildung.
Studien zeigen positive Effekte insbesondere bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Beispiel-Studie:
Eine Veröffentlichung im Cancer Prevention Research Journal (2010) belegte, dass Sulforaphan die Entwicklung von Brustkrebszellen hemmt und deren Wachstum signifikant verlangsamt.
Quelle: https://aacrjournals.org/cancerpreventionresearch/article/3/5/580/46695
Kohlblätter enthalten Antioxidantien wie Vitamin C und Polyphenole, die freie Radikale neutralisieren. In der Naturheilkunde werden frische Kohlblätter äußerlich aufgelegt, um Schwellungen, Entzündungen und Gelenkschmerzen zu lindern.
Die Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora, wirken präbiotisch und helfen bei Verstopfung, Reizdarm und Entgiftungsprozessen.
Kohl reguliert den Cholesterinspiegel, senkt den Blutdruck und unterstützt durch Kalium den Elektrolythaushalt.
Besonders Brokkoli-Sprossen sind reich an Sulforaphan. Eine klinische Studie an Prostatakrebspatienten (University of Illinois, 2012) zeigte, dass der regelmäßige Konsum von Brokkoli das Fortschreiten der Krankheit signifikant verlangsamte.
Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22318730/
Roh: Sauerkraut oder frische Kohl-Salate – ideal für die Darmflora.
Gedünstet/Dampfgegart: Erhält die meisten sekundären Pflanzenstoffe.
Kohlsaft: Traditionell bei Magenschleimhautentzündungen.
Kohlwickel: Frische Blätter zur Linderung bei Gelenkschmerzen, Arthrose oder Stillproblemen.
Zu viel roher Kohl kann Blähungen verursachen – langsame Gewöhnung ist sinnvoll.
Bei Schilddrüsenerkrankungen sollte sehr hoher Konsum von rohem Kohl (Goitrogene) beachtet werden.
Gekochter Kohl ist deutlich verträglicher.
Kohl ist nicht nur ein einfaches Gemüse, sondern ein hochwirksames Naturheilmittel. Dank seiner Glucosinolate, Sulforaphan und Indol-3-Carbinol spielt er in der Prävention und Begleitung von Krebserkrankungen eine herausragende Rolle. Zudem unterstützt er Herz, Darm, Immunsystem und Gelenke.
Die moderne Wissenschaft bestätigt zunehmend das, was die Volksmedizin seit Jahrhunderten wusste: Kohl ist eine der stärksten Heilpflanzen unserer Ernährung.