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MSM, kurz für Methylsulfonylmethan, ist eine organische Schwefelverbindung, die natürlicherweise in Pflanzen, Tieren und sogar im menschlichen Körper vorkommt. Schwefel ist nach Kalzium und Phosphor eines der wichtigsten Mineralien im Körper – er ist an der Bildung von Proteinen, Enzymen, Hormonen und Antioxidantien beteiligt.
Während DMSO vor allem durch seine Transportwirkung berühmt wurde, gilt MSM als gut verträgliche Form, um Schwefel in den Körper einzubringen. Viele Studien deuten darauf hin, dass MSM eine starke Rolle bei Entzündungshemmung, Schmerzreduktion, Entgiftung und möglicherweise auch Krebsprävention spielen könnte.
Chemische Formel: (CH₃)₂SO₂
Natürlich vorkommend in: frischem Obst, Gemüse, Getreide, Milch, Kaffee.
Industriell wird MSM aus DMSO gewonnen, ist aber stabiler und geruchsneutral.
In Nahrungsergänzungen wird MSM meist in Pulver- oder Kapselform angeboten.
MSM wirkt im Körper auf mehreren Ebenen:
Schwefellieferant: unterstützt die Bildung von Aminosäuren (Methionin, Cystein), die wichtig für Proteine, Hormone und Antioxidantien sind.
Entzündungshemmend: senkt Zytokine und blockiert entzündliche Signalwege.
Antioxidativ: fördert die Bildung von Glutathion, dem wichtigsten körpereigenen Schutzstoff gegen freie Radikale.
Schmerzlindernd: in Studien wirksam bei Arthrose, Rheuma und Muskelschmerzen.
Entgiftend: unterstützt Leberfunktion und Ausscheidung von Schwermetallen.
Die Forschung der letzten Jahre zeigt, dass MSM auf verschiedene Arten in Krebsprozesse eingreifen könnte:
Wachstumshemmung: Eine Studie an Brustkrebszellen zeigte, dass MSM das Tumorwachstum um bis zu 60 % reduzieren konnte.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24174961/
Apoptose (programmierter Zelltod): MSM kann Krebszellen in den „Selbstmord-Modus“ schicken, während gesunde Zellen verschont bleiben.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25792982/
Metastasenhemmung: In einer Studie an Mäusen hemmte MSM die Metastasierung von Lungenkrebszellen deutlich.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22907462/
Signalweg-Modulation: MSM beeinflusst NF-κB und STAT3, zwei wichtige Signalwege, die bei Krebswachstum und Entzündung eine Schlüsselrolle spielen.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31423584/
Besonders interessant: MSM zeigt synergistische Effekte mit anderen Naturstoffen.
MSM + Curcumin: Verstärkte Wirkung gegen Tumorzellen.
MSM + Vitamin C: Bessere antioxidative Effekte.
MSM + DMSO: DMSO als Transporteur, MSM als Schwefellieferant – eine Kombination, die in der Alternativmedizin häufig erwähnt wird.
Neben der Krebsforschung ist MSM vor allem bei chronischen Schmerzen gut untersucht:
Eine randomisierte Doppelblindstudie zeigte, dass MSM die Schmerzen bei Kniearthrose signifikant senkt
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16309928/
Weitere Studien belegen positive Effekte bei Muskelschmerzen, Sportverletzungen und Allergien
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17162355/
Diese entzündungshemmenden Eigenschaften sind auch im Kontext Krebs spannend, da chronische Entzündungen als Wegbereiter vieler Tumoren gelten.
Schwefel ist entscheidend für die Bildung von:
Glutathion (körpereigenes Antioxidans)
Kollagen und Keratin (Haut, Haare, Nägel)
Enzyme und Hormone
Entgiftungsprozesse in der Leber
Ein Mangel an bioverfügbarem Schwefel wird mit beschleunigtem Altern, Entzündungen und höherem Krebsrisiko in Verbindung gebracht. MSM ist eine der besten Quellen, um den Körper zuverlässig mit organischem Schwefel zu versorgen.
Typisch: 2–6 g täglich, verteilt auf mehrere Portionen.
Beginn mit kleiner Dosis (z. B. 500 mg) und langsam steigern, da Entgiftungsreaktionen auftreten können.
Pulver: günstig und flexibel dosierbar.
Kapseln/Tabletten: geschmacklos, praktisch unterwegs.
Kombiprodukte: oft mit Vitamin C, Silicium oder Glucosamin.
MSM gilt als sehr sicher, Nebenwirkungen sind meist mild (z. B. Blähungen, Kopfschmerzen bei Entgiftungsreaktionen).
Hohe Dosen können anfangs entgiftungsbedingte Beschwerden hervorrufen.
MSM wirkt leicht blutverdünnend – Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Blutgerinnungshemmern.
Schwangere und Stillende sollten MSM nur nach Absprache einsetzen (kaum Studien).
MSM wird oft in ganzheitlichen Protokollen eingesetzt – z. B. in Kombination mit:
Kurkumin (entzündungshemmend, antiproliferativ)
Vitamin C (antioxidativ, synergistisch mit Schwefel)
Butyrat, Ghee, Essiac-Tee oder Knoblauch (weitere Naturstoffe, die auf Krebsprozesse wirken können)
Die Logik: MSM stärkt Entgiftung, reduziert Entzündung und verbessert die Nährstoffaufnahme – es schafft also ein „inneres Milieu“, das Tumoren das Wachstum erschweren könnte.
MSM gegen Brustkrebszellen
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24174961/
MSM induziert Apoptose in Leberkrebszellen
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25792982/
MSM hemmt Metastasierung bei Lungenkrebs
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22907462/
MSM senkt Arthroseschmerzen
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16309928/
MSM ist eine faszinierende Substanz, die den Körper nicht nur mit essenziellem Schwefel versorgt, sondern auch entzündungshemmende, antioxidative und krebshemmende Effekte zeigt. Während klinische Studien zur direkten Krebsbehandlung noch fehlen, ist die präventive Wirkung und Unterstützung bei chronischen Entzündungen klar belegt.
Im Vergleich zu DMSO ist MSM deutlich verträglicher und einfacher anzuwenden – kein Knoblauchgeruch, keine starken Hautreaktionen, dafür eine sanfte, aber wirksame Unterstützung des Körpers.
1. Kann MSM Krebs heilen?
→ Nein, MSM ist kein Krebsmedikament. Aber Studien zeigen, dass es Tumorwachstum hemmen und Zellen schützen kann.
2. Wie viel MSM sollte man nehmen?
→ Meist 2–6 g täglich, langsam einschleichen.
3. Ist MSM sicher?
→ Ja, es gilt als sehr sicher und nebenwirkungsarm.
4. Woher stammt MSM?
→ Natürlich vorkommend, industriell meist aus DMSO hergestellt.
5. Gibt es Synergien mit anderen Naturstoffen?
→ Ja, besonders mit Vitamin C, Curcumin und Knoblauch.