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Selen ist ein essentielles Spurenelement, das der Körper nur in kleinen Mengen benötigt – doch seine Bedeutung ist enorm. Es wirkt als Bestandteil wichtiger Enzyme, schützt Zellen vor oxidativem Stress, stärkt das Immunsystem und beeinflusst den Hormonstoffwechsel. In der Naturheilkunde und alternativen Medizin gilt Selen als Schlüsselbaustein für Gesundheit und Prävention, insbesondere in Bezug auf Krebs, Autoimmunerkrankungen und Entgiftung.
Während die Schulmedizin Selen meist nur bei nachgewiesenem Mangel empfiehlt, nutzen ganzheitliche Ansätze es präventiv und therapeutisch in höheren Dosierungen.
Selen ist ein chemisches Element (Symbol: Se), das erstmals 1817 entdeckt wurde. Im menschlichen Organismus kommt es in geringen Konzentrationen vor, ist jedoch Bestandteil von über 25 verschiedenen Selenoproteinen. Diese sind entscheidend für:
Antioxidativen Schutz (z. B. Glutathionperoxidase)
Schilddrüsenfunktion (Umwandlung von T4 in aktives T3)
Immunsystem (Abwehr gegen Viren, Bakterien und Tumorzellen)
DNA-Schutz und Reparatur
Der Selengehalt in Pflanzen und tierischen Produkten hängt stark von der Bodenbeschaffenheit ab. Besonders in Mitteleuropa sind die Böden oft selenarm, weshalb Mangel verbreitet ist.
Reiche Quellen sind:
Paranüsse (extrem hoher Gehalt, bis 100 µg pro Nuss)
Fisch (Hering, Lachs, Thunfisch)
Innereien (Leber, Niere)
Eier
Vollkorngetreide (bei selenreichen Böden)
Sonnenblumenkerne
Selen ist ein zentraler Bestandteil der Glutathionperoxidase, eines der stärksten körpereigenen Schutzsysteme gegen freie Radikale. Es verhindert Zellschäden durch oxidativen Stress und schützt so vor Alterungsprozessen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.
Studien zeigen, dass Selen die Aktivität von Killerzellen steigert und die Bildung von Antikörpern unterstützt. Menschen mit guter Selenversorgung sind weniger anfällig für Virusinfektionen.
Die Schilddrüse enthält die höchste Konzentration an Selen im Körper. Es wird benötigt, um die Inaktivierung von freien Radikalen während der Hormonproduktion zu gewährleisten und T4 in das aktive Hormon T3 umzuwandeln.
Selen beeinflusst die Spermienqualität und die Eizellreifung. Ein Mangel kann zu Fruchtbarkeitsstörungen führen.
Besonders in der Krebsforschung ist Selen interessant. Es schützt die DNA vor Mutationen, fördert die Apoptose (Selbstzerstörung kranker Zellen) und hemmt die Neubildung von Blutgefäßen in Tumoren.
Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Menschen mit höherem Selenstatus ein geringeres Risiko für bestimmte Krebsarten haben, insbesondere Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.
Hochdosiertes Selen wird in der integrativen Onkologie als Infusion eingesetzt, um:
Tumorzellen empfindlicher gegenüber Chemo- und Strahlentherapie zu machen
Nebenwirkungen wie Fatigue, Haarausfall und Schleimhautentzündungen zu lindern
das Immunsystem während der Behandlung zu stabilisieren
Nutrients (2018): Review zu Selen und Krebs – deutliche Hinweise auf präventive und therapeutische Effekte.
https://www.mdpi.com/2072-6643/10/2/120
Journal of Trace Elements in Medicine and Biology (2020): Selen verbessert die Lebensqualität von Krebspatienten und verringert Therapienebenwirkungen.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32590174/
Clinical Nutrition (2021): Hochdosierte Natriumselenit-Infusionen zeigen vielversprechende Ergebnisse in der Krebstherapie.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33250336/
Selen bindet Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei und macht sie unschädlich. Es wird daher in Ausleitungs- und Chelattherapien eingesetzt.
Bei Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow kann Selen Entzündungen der Schilddrüse reduzieren und die Antikörperbildung senken.
Selen wirkt zellschützend, verbessert die Elastizität der Haut und schützt vor UV-bedingter Hautalterung.
Vitamin E → synergistischer Antioxidans-Schutz
Vitamin C → Stärkung des Immunsystems
Zink → Unterstützung bei Infekten und Hautproblemen
Omega-3-Fettsäuren → entzündungshemmende Synergie
Empfohlene Tageszufuhr: 55–70 µg (Erwachsene)
Therapeutische Dosierungen: bis 300 µg täglich (unter ärztlicher Kontrolle)
Onkologische Infusionstherapien: 500–1000 µg Natriumselenit intravenös (nur in Fachzentren)
Eine chronische Überversorgung (> 400 µg/Tag) kann zu Selenose führen, mit Symptomen wie:
Metallischer Geschmack
Brüchige Nägel, Haarausfall
Neurologische Störungen
Ein Selenmangel kann sich bemerkbar machen durch:
Schwaches Immunsystem
Häufige Infekte
Müdigkeit, Muskelschwäche
Schilddrüsenprobleme
Schlechte Wundheilung
Erhöhtes Krebsrisiko
Besonders gefährdet sind Vegetarier, Veganer und Menschen in selenarmen Regionen (z. B. Mitteleuropa).
In der Naturheilkunde wird Selen selten allein, sondern meist im Kombinationsansatz eingesetzt. Ein typisches Protokoll könnte sein:
Selen + Vitamin C → Immunsystem & Antioxidantien
Selen + Kurkumin → Krebsprävention & Entzündungshemmung
Selen + Omega-3 → Herz-Kreislauf-Schutz
Selen + Vitamin D3 + Zink → Infektabwehr, Autoimmunerkrankungen
Besonders in der alternativen Krebsmedizin gilt Selen als „Gamechanger“, da es sowohl zellschützend als auch tumorreduzierend wirken kann.
Selen ist ein unverzichtbares Spurenelement, das im Körper zahlreiche Schutz- und Regulationsfunktionen übernimmt. Es stärkt das Immunsystem, schützt die DNA, reguliert die Schilddrüse und zeigt großes Potenzial in der Prävention und Therapie von Krebs.
Während die klassische Medizin Selen meist nur bei nachgewiesenem Mangel einsetzt, wird es in der Naturheilkunde und integrativen Onkologie zunehmend als Schlüsselbaustein ganzheitlicher Therapien geschätzt.
Eine ausreichende Zufuhr über Paranüsse, Fisch, Eier oder gezielte Supplementierung ist für viele Menschen in Europa notwendig. Hochdosierte Anwendungen – insbesondere in der Krebsforschung – eröffnen spannende Perspektiven für die Zukunft.